Geschichtliches zum Hermannseck

 

 

Wer in Hermannseck unterwegs ist, wandelt auf den uralten Pfaden der Herzöge von Sachsen und Weißenfels.

 

Die Nähe zur Kaiserpfalz Memleben legt nahe, dass bereits im Mittelalter das Gebiet zur Jagd genutzt wurde.

Aus Berichten geht hervor, dass spätestens seit dem 17. Jahrhundert der Wald Jagdrevier

der Herzöge von Sachsen-Weißenfels war.

 

Nach dem Wiener Kongress 1815 kam der südöstliche Teil zu Preußen und war bis 1918 königlicher Forst.

Seit 1830 wurde das einstige Jagdgebiet durch den königlichen Oberförster Karl Friedrich Gottlob Köstler (1797-1842)

mit Mischwald bepflanzt. Sein Streben galt der Schaffung des naturgemäßen Wirtschaftswaldes.

Er begann vor fast 180 Jahren im Ziegelrodaer Forst Mischwald in einem idealen Verhältnis zwischen

Kiefer, Buche, Lärche und Eiche anzupflanzen.

Köstler legte damals den Grundstein für das heute noch erhaltene ästhetische Waldbild.

Zum Gedenken an die herausragende Arbeit Köstlers wurde ihm 1843 ein Denkmal in dem von ihm begründeten Mischwald errichtet.

 

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Hermannseck zum beliebten Ausflugsziel.

Seine größte Blüte erlebte das Hermannseck zwischen 1950 und 1990. Es wurde zum Naherholungsgebiet.

Die Jägerhütte, die bereits im 16. Jahrhundert erbaut wurde, wurde zur Gaststätte ausgebaut, ein Heimattierpark,

ein Waldbad, der Campingplatz und die Bungalowsiedlung entstanden.

Das Wahrzeichen des Hermannseck - der Uhubrunnen - erhielt 1977 vom Querfurter Bildhauer Otto sein heutiges Aussehen.

 

Woher der Name „HERMANNSECK“ kommt, weiß allerdings heute niemand mehr genau.